TRIUMPH RENNSPORT
World Supersport Nürburgring
Dienstag, 1. Juli 2008

Geschafft
Sonntag.15.06.08, Nürburgring, World Supersport, Rennen.
Arne Tode verursacht nach einem Schaltproblem beim Bremsen in die erste Kurve Chaos und Rennabbruch.
Auf dem Ersatzbike wird Arne sensationeller Achter.
Nürburgring, World Supersport, Race! Schlimmer noch als bei einem IDM-Race kribbelt die Spannung, nähert sich das Team nach tage- und nächtelanger Vorbereitung und zwei Crashes diesem seltsamen Moment, wenn die Entscheidung über den Höhepunkt der Veranstaltung nur noch beim Fahrer liegt. Seltsam dann wegzugehen, die Reifenwärmer und das Werkzeug von der Startaufstellung wegzutragen - und die beiden umhegten Schätze des Teams - Fahrer und Motorrad - mit dem Rennen allein lassen zu müssen.
Den Vorstart meistert der Sachse hervorragend, alle ahnen, bangen auf, hoffen für die Sensation. Aber alles kommt anders. Arne kommt nicht schlecht, aber auch nicht gut weg, wird innen eingeklemmt, scheint sich aber hervorragend in die erste Ecke zu bremsen - und überzieht. Um 40 Zentimeter, zu spät, Massencrash, Rennabbruch: "Ich war extrem spät auf der Bremse und hab’ den Gang nicht reinkommen. Ich hatte viel zuwenig Motorbremse, konnte nichts mehr machen," berichtet ein zerknirschter Pilot.
Neustart. Arne muss auf's weniger aufwändig vorbereitete Ersatzmotorrad ausweichen, viel näher am IDM-Bike, weniger Punch, kleiner Kühler, aber auch nicht schlecht. In der zweiten Startaufstellung ermahnt ihn der Rennleiter, „Keine unüberlegten Aktionen mehr,“ okay, verstanden. Arne wirkt extrem angespannt, aber diesmal glückt sein Start, eigentlich normal. Als Zehnter biegt er in die erste Kehre, fährt von da an ein sauberes, deutliches, gutes und kontrolliertes Top-Ten-Rennen, als wäre er noch nie woanders gefahren. Auf, in aller Bescheidenheit, eben schnell mal für dieses Wochenende vorbereitetem Material. Bravo! Denn Arne fährt nicht nur sicher, sondern auch mit Vorwärtsdrang, erkämpft sich schließlich Platz acht, den er noch rundenlang sauber gegen einen gewissen Chris Walker auf der Werks-Kawasaki verteidigt. Womit, ganz nebenbei, das Ergebnis dieses aufregendsten aller bisherigen Wochenenden des G-LAB-Team folgendermaßen lautet: Platz acht, damit in den Top Ten der Weltbesten und beste Triumph. Hallo, Welt, wir sind’s, ein deutsches Team mit einem deutschen Fahrer. Und ob ihr wollt oder nicht, da geht noch mehr. Aber zunächst mal geht’s nächstes Wochenende zurück in die heimische Meisterschaft: Wir hören uns nächste Woche vom Sachsenring.
G-LAB-Racing, JöS
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